In Frankreich wurde die Besteuerung von Investitionen 2018 mit der Einführung des Prélèvement Forfaitaire Unique (PFU), allgemein als 'Flat Tax' bekannt, erheblich vereinfacht. Anders als beim Gehalt, das nach Stufen besteuert wird, wendet der PFU einen festen Prozentsatz an: 30 % bis 2025 und 31,4 % seit dem 1. Januar 2026.
Der PFU (31,4 %) besteht aus zwei untrennbaren Teilen:
- Impôt sur le Revenu (IR): 12,8 %, die an die allgemeine Staatskasse gehen.
- Prélèvements Sociaux (PS): 18,6 % seit 2026 (zuvor 17,2 %), die zur Finanzierung der Sozialversicherung bestimmt sind. (Diesen Satz zu kennen ist entscheidend, denn in Frankreich fällt er fast immer an – selbst bei steuerlich begünstigten Konten. Einige Einkünfte bleiben bei 17,2 %: Mieteinnahmen, Kapitalgewinne aus Immobilien und die Assurance Vie.)
Die Alternative: Das Barème Progressif. Anstatt der fixen 31,4 % kann man wählen, dass Kapitalgewinne zum Arbeitseinkommen addiert und zum persönlichen progressiven Steuersatz besteuert werden (zuzüglich 18,6 % Sozialabgaben). Diese Wahl gilt für alle Finanzeinkünfte des Jahres.
Wann lohnt sich das Barème Progressif? Es ist in der Regel nur vorteilhaft, wenn das Gesamteinkommen so niedrig ist, dass der persönliche IR-Satz 0 % oder 11 % beträgt. Bei mittlerem oder hohem Gehalt ist die Flat Tax von 31,4 % fast immer günstiger.