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Modul 4 · 1/4

Der erste Schritt: Bargeld und Einlagen

Im vorherigen Modul wurde der Notfallfonds aufgebaut — aber wo sollte man ihn aufbewahren? Auf einem normalen Girokonto ohne Zinsen verliert das Geld langsam an Wert: Die Inflation zehrt es auf. Deshalb wäre es ideal, es auf verzinsten Konten oder als Festgeld anzulegen, wo das Geld sofort verfügbar bleibt und zudem einen kleinen Zins abwirft, der diesen Effekt ausgleicht.

Die Alternativen, die tatsächlich Zinsen bringen:

  • Tagesgeldkonten: Bankkonten — in der Regel bei Neobanken oder Online-Finanzplattformen — die einen jährlichen Prozentsatz zahlen (typischerweise 1–3 %), nur dafür, dass das Geld dort liegt. Vollständige Liquidität: Das Geld kann jederzeit abgehoben werden.
  • Festgeld: Das Geld wird der Bank für einen festen Zeitraum (6 oder 12 Monate) zu einem etwas höheren Zinssatz überlassen. Wenn das Geld vor Ablauf der Frist benötigt wird, erhebt die Bank eine Strafgebühr.
⚠️ Wichtig

Geld, das man innerhalb von 1–2 Jahren möglicherweise benötigt, sollte nicht in risikoreicheren Anlagen stecken. Und wenn es ohnehin brach liegt, sollte es zumindest auf einem Konto liegen, das Zinsen bringt — es auf einem Girokonto mit 0 % zu belassen ist die schlechteste Option.

💡 Beispiel

Man hat 5.000 € als Notfallfonds. Bei der traditionellen Bank generieren diese 5.000 € 0 € im Jahr. Auf einem Tagesgeldkonto mit 2,5 % jährlich würden sie 125 € einbringen — ohne etwas zu tun und mit dem Geld jederzeit verfügbar.

Weiter hinten im Kurs gibt es ein Modul zu Tagesgeldkonten und Festgeld, wo man genauer erfährt, wie sie funktionieren und wie man das beste Produkt auswählt.