Ein Börsenindex ist ein 'Korb' aus Unternehmen, die nach bestimmten Regeln ausgewählt werden (die größten eines Landes, einer Branche usw.) und als Marktbarometer dienen. Ein Indexfonds ist ein Anlagevehikel, das das Geld tausender Anleger nutzt, um alle Aktien des Index im gleichen Verhältnis zu kaufen. Niemand wählt aus, welche Aktien gekauft werden – der Fonds bildet den Index einfach nach.
Zwei Typen je nach Umgang mit Dividenden:
- Ausschüttende Fonds: Die Dividenden der Unternehmen werden direkt auf das Girokonto überwiesen. (Beim Erhalt fallen Steuern an).
- Thesaurierende Fonds: Die Dividenden werden automatisch innerhalb des Fonds reinvestiert, um weitere Aktien zu kaufen, was den Zinseszins beschleunigt. In vielen Ländern sind sie für den langfristigen Anlagehorizont steuerlich am effizientesten (nicht in allen: In manchen wird auch dann besteuert, wenn der Fonds nichts ausschüttet).
Vorteile:
- Exakt anteilige Investition – es ließe sich jeder beliebige Betrag anlegen, ohne ganze Anteile kaufen zu müssen.
- Ideal für automatisches DCA: Eine monatliche Dauerüberweisung könnte den Prozess vollständig automatisieren.
- Sofortige Diversifikation über Hunderte oder Tausende von Unternehmen.
- Minimale Kosten (0,03–0,20 % jährlich).
Nachteile:
- Langsam – eine Kauf- oder Verkaufsorder kann 2 bis 4 Werktage bis zum Abschluss benötigen.
- Der genaue Einstiegspreis ist erst nach Ausführung der Order bekannt.
⚠️ Wichtig
Steuerlicher Vorteil beim Fondswechsel (länderspezifisch): In einigen Ländern – darunter Spanien – ließe sich Kapital von einem Fonds in einen anderen umschichten, ohne im Moment des Wechsels Steuern zahlen zu müssen. Steuern fallen erst beim Abruf auf das Girokonto an. Dieser Vorteil gilt nicht in allen Ländern und nicht bei ETFs.