Die Funktion von Anleihen besteht nicht darin, hohe Renditen zu erzielen – sondern Stabilität und Sicherheit zu bieten. Sie sind der Anker des Portfolios. Wenn die Börse um 20 % fällt, bleiben Anleihen in der Regel stabil oder steigen sogar, was die Gesamtverluste abfedert.
Die wichtigsten Risiken:
- Zinsänderungsrisiko: Steigen die Zinsen nach dem Kauf einer Anleihe, fällt deren Marktwert – weil neue Anleihen höhere Zinsen zahlen.
- Inflationsrisiko: Wird eine Anleihe mit 2 % pro Jahr gekauft und die Inflation steigt auf 5 %, geht reale Kaufkraft verloren.
- Kreditrisiko: Das Risiko, dass der Emittent die Zinsen nicht zahlen oder das Kapital nicht zurückgeben kann. Anleihen mit hohem Ausfallrisiko werden als Hochzinsanleihen (High Yield oder 'Junk Bonds') bezeichnet, weil sie sehr hohe Zinsen bieten müssen, um Investoren anzuziehen.
⚠️ Wichtig
Wann es am sinnvollsten ist: Wenn die Leitzinsen der Zentralbanken hoch sind, bieten Anleihen attraktive Renditen bei sehr geringem Risiko. Wenn die Zinsen nahe bei 0 % liegen, schwindet ihre Attraktivität.